DiveBase U-96

Tauchen rund um den Attersee … und einiges mehr

Kategorie-Archiv: Reisen

Ligurien 2012 (TDN-Tour) – Teil 1: Die Vorbereitung

Die Organisation

Eric hat für heuer einen Trip nach Ligurien für das TDN-Team auf die Beine gestellt, bei dem sich Volker und ich anschließen dürfen. Die Tour findet vom 07.10. – 13.10.2012 statt.

Das Team setzt sich aus OC, PSCR und CCR Tauchern zusammen:

  • Ligurien Team 2012Kai – OC
  • Jürgen – OC
  • Roland – OC
  • Stephan – OC
  • Klaus – OC
  • Eric – PSCR  RB100
  • Frank – PSCR  RB100
  • Holger  PSCR  RB100
  • Uwe – eCCR SF2
  • Volker – mCCR SF2
  • Michael – eCCR rEvo III
  • Lars & Yvonne (Nichttaucher auf dieser Reise)

Folgende Wracks stehen auf unserem Tauchplan:
Fiat BR20 (47m), Atlantide (70m), Tirpitz (80m), Ravenna (90m), Haven (80m) und eventuell die Pontida (95m)

Die Reise führt für die ersten Tage nach San Stefano di Mare und in Folge noch ein paar Tage nach Arenzano.

Anmerkung des Verfassers:
Die Reise wird von mir aus Sicht der CCR-Gruppe beschrieben, da ich in dieser tauche. Ich versuche trotzdem einen Gesamteindruck der ganzen Gruppe wiederzugeben. Da das UW-Material zum Großteil von Volker und mir stammt (CCR-Gruppe) kann es passieren, das die CCR etwas häufiger abgebildet sind als die PSCR oder OC – das ist nicht absichtlich so. Smiley


Die Anreise nach Santo Stefano al Mare

Volker und ich treffen uns am Samstag den 06.10.2012 bei uns am Attersee in der DiveBase U-96, um unsere Gase zu füllen und die erforderliche Spritpreise in ItalienTauchausrüstung im Auto zu verstauen. Danach geht es gegen 20:00 Uhr ab in die Betten, da am Sonntag um 01:30 Uhr der Wecker läutet – es ist um 02:00 Uhr Abfahrt angesagt!

Wir schaffen es auch pünktlich vom Attersee weg zu kommen. Die Fahrt verläuft ohne Probleme, mal abgesehen davon, dass wir uns in Italien vom Tankstellenschock erholen mussten!

Etwas bewölkt bei der AnkunftGegen 10:00 Uhr treffen wir in unserem Quartier in Santo Stefano ein und stoßen nach und nach die anderen Teammitglieder.
Kurz vor 11:00 Uhr brechen wir gemeinsam zur Tauchbasis im Hafen auf.


… Fortsetzung folgt …
Reisebericht Teil 1 von 4

Teil 1: Die Vorbereitung, Teil 2: Santo Stefano, Teil 3: Arenzano, Teil 4: die Heimreise

Buchempfehlung Scapa Flow

Dem ein oder anderen ist es vielleicht schon aufgefallen. Ich habe hier im Blog im Menü unter „Wissenswertes“ –> „Buchempfehlung“ eine Bücherliste zusammengestellt. Ich werde versuchen diese aktuell zu halten und euch über Neuerscheinungen zu informieren.

Für meinen Reisen nach Scapa Flow habe ich mir unter anderem zwei Bücher zugelegt, um mich über die Wracks zu informieren. In beiden Büchern schmökere ich immer wieder gerne hinein, ich kann mich nicht entscheiden welches besser ist.

Dive Scapa Flow

Dieses Buch habe ich mir bei meiner ersten Reise nach Scapa Flow 2006 vor Ort zugelegt. Mittlerweile ist es in der 4. Auflage erhältlich.

Ich besitze noch die 1. Auflage. Interessant dabei ist, wenn man die unterschiedlichen Auflagen vergleicht, die Zeichnungen der Wracks angepasst werden. Es ist von Jahr zu Jahr ein deutlich fortschreitender Verfall der Wracks zu erkennen. Geschütztürme, welche ich 2006 noch an den Aufbauten enddecken konnte, lagen bei meiner letzten Scapa Flow Reise 2009 neben dem Wrack am Meeresgrund.
 

Scapa Flow Dive Guide

Bei meiner letzten Reise in den hohen Norden habe ich mir noch zusätzlich dieses Buch gekauft. Es hat mich durch die moderne Präsentation angesprochen und gefällt mir sehr gut. Teilweise hat dieses Buch ergänzende Informationen, welche im anderen Buch nicht zu finden sind, dies trifft aber auch umgekehrt zu.

 

Beides sind gute Bücher, jedoch unterschiedlich aufgemacht – und auf Englisch. Deutsche Bücher sind mir bisher nicht unter gekommen.

Amoco Milford HAVEN – damals und heute

Wie sich doch mit der Zeit meine Tauchgewohnheiten verändern. Im Jahr 2006 war ich das erste mal bei der Haven, zuletzt im Oktober 2011.

Die Tiefen haben sich nicht verändert, aber die Tauchzeit doch deutlich.

Der Tauchgang zur Schiffsschraube dauerte 2006 ca. 88 Minuten auf einer Tiefe von 78m.
  28.10.2006 
 
Ein ähnlicher Tauchgang 2011 dauerte 183 Minuten auf eine Tiefe von 79m.
23.10.2011

Die Unterschiede liegen im Tauchgerät .2006 war ich noch mit D12 und 3 Stages unterwegs, 2011 mit meinem CCR rEvo.

2011: „Amoco Milford HAVEN“

DER VORABEND

Volker, Christoph und ich treffen uns am Donnerstag Abend in unserer Basis am Attersee. Volker füllt noch seine Stages, anschließend verbringen wir einen gemütlichen Abend bei ein paar Gläschen Rotwein. Als sich Christoph und Volker am späten Abend dann auf das Thema Server, Cluster & Co. einschießen, kann ich der Unterhaltung nur mehr eingeschränkt folgen! 😉


DIE ANREISE

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm nächsten Tag heißt es früh aufstehen. Um 7:00 Uhr läutet mein Wecker. Ein schneller Kaffee, dann beladen wir die Fahrzeuge. Dies dauert dann doch eine knappe Stunde, und so kommen wir erst gegen 8:30 Uhr vom See weg.

BrennerDie Anreise verläuft ohne größere Zwischenfälle. Bei “Salzburg Nord” wird ein über 4-8 km langer Stau gemeldet – glücklicherweise in die andere Richtung. Am Brenner findet sich auch der erste Schnee ein, wir sind immerhin in über 1.200 m Höhe.

Weissenbach am Attersee - Arenzano

Haven Diving CenterNach 8 Stunden Autofahrt treffen wir um 16:30 Uhr in Arenzano ein und fahren direkt zur Tauchbasis Haven Diving Center im Hafen von Arenzano. Pippo und seine Frau erwarten uns schon. Nach einer herzlichen Begrüßung entladen und verstauen wir unsere Ausrüstung. Die Parkzone am Hafen ist für 30 Minuten kostenfrei, danach sind Gebühren fällig – wir schaffen es in 32 Minuten unsere Ausrüstung zu entladen und bezahlen brav 0,50 € am Automaten.

Hotel RivieraAnschließend fahren wir in das Hotel Riviera, eine nahegelegene Unterkunft mit Parkplatz, in Fußreichweite zum Hafen und Internet – wobei letzteres etwas mangelhaft war. Die Qualität und der Preis der Zimmer sind in Ordnung und auch das Frühstück ist für italienische Verhältnisse ok – aber nicht mit Frühstück in Österreich vergleichbar.

Danach folgt eine kurze Besichtigung des Stadtkerns. Auf Grund der noch frühen Uhrzeit – es ist gerade 18:00 Uhr – sind die Lokale noch nicht geöffnet. Diese sperren meist erst gegen 19:00 Uhr auf.
Enzo's CafeAlso landen wir in Enzo’s Cafe – einer Cocktailbar und bestellen Rotwein und Bier. Dazu wird uns so viel zum Knabbern aufgetischt (Oliven, Schinken-, Salami- und Tomatenbrötchen sowie Popcorn und Chips), dass wir nach ein paar Gläschen keinen Hunger mehr hatten!
Um einiges später gehen wir satt getrunken in unser Hotel und freuen uns schon auf den Tauchgang am nächsten Tag.


DAS WRACK

Superöltanker “Amoco Milford Haven”

Flagge:              Republik ZypernZypern
Schiffstyp:           Superöltanker für Rohöl-Transport
Klasse:                VLCC-Klasse
Baujahr:              1973
Eigner:               Troodos Shipping
Bauwerft:           Astilleros Espanoles S.A. (Cadiz, Spanien)

Schiffsmaße und Besatzung
Länge:               334,02 m (Lüa)
Breite:                51,06 m
Tiefgang:            max. 19,80 m
Besatzung:          36
Geschwindigkeit:  max. 15 kn (28 km/h)
Tragfähigkeit:      233.690 tdw
Fracht:               140.000 Tonnen Öl

Unfall
Verbleib:            nach Explosion am 14. April 1991 um 10:05 Uhr gesunken
Ursache:            Brand an Bord
Todesopfer:       5
Lage:                Arenzano (Genua) Italien, 1,2 Meilen vor der Küste
Tiefe:                33 m – 80 m
Koordinaten:      44° 22’ 48” N, 08° 41’ 00” E

 


TAUCHGANG 1

Unsere heutige Tauchausfahrt ist für 15:00 Uhr angesetzt. Wir sind die dritte Ausfahrt des Tages. Zuvor fährt Pippo mit einer 20-köpfigen Gruppe Franzosen zum Wrack, die unsere Runtime nicht aussitzen wollen.

Tauchprofil 472Einstieg:          23.10.2011   15:58 Uhr
Wassertemp:   20°C – 15°C
Welle:             ca. 50cm
Buddy’s:         Volker, Christoph
verw. Gase:    Tx15/55 (Diluent)
 

Wer mag das wohl seinEtwas verspätet gegen 15:30 Uhr laufen wir aus. Der Wellengang ist mittelmäßig aber deutlich spürbar. Kurz vor 16:00 Uhr tauchen Volker, Christoph und ich ab. Die Sicht ist nicht so gut wie erhofft, Strömung ist keine vorhanden. Wir tauchen das Wrack wie zuvor besprochen von außen ab. Zuerst zum Oberdeck, dann vor zur Abbruchkante am Bug. Dort tauchen wir ca. 3 Schotts weit im mittleren Tank hinein. Wir finden eine ... na Christoph und Michael natürlichLeine, die weiter Richtung Heck führt. Sie ist ziemlich lose und hängt stark durch. Am 3. Schott läuft sie fast senkrecht nach unten. Das Durchtauchen der Tanks ist aber für einen späteren Tauchgang geplant. Wir kehren um und scootern am Oberdeck Richtung Heck.

Christoph im 1. DeckWir besichtigen die Deckaufbauten, machen einen Abstecher zum Kamin und schauen uns im Kapitänsdeck um. Kaum zu glauben, aber schon ist die Grundzeit von 60 Minuten erreicht und wir beginnen mit dem Aufstieg. Dieser dauert mit der Dekompression etwa 100 Minuten.

Michael in der DekoBeim 9m Stopp begegnen uns Taucher von einem anderen Boot die gerade zum Wrack abtauchen … und beim 3m Stop tauchten sie wieder an uns vorbei auf! Tja, wir haben wohl doch eine etwas längere Runtime!
Nach 160 Minuten verlassen wir das Wasser und steigen ins Boot. Mit 3 Stages und Scooter ist das bei Wellengang nicht mehr ganz so einfach wie am See.

Bei der Nachbereitung unserer Ausrüstung in der Basis teilt uns Pippo mit, dass sich die Wetterverhältnisse täglich verschlechtern werden. Laut Wetterbericht soll der Wellengang bis Mittwoch kontinuierlich auf 3m ansteigen.

Restaurant MustafaAm Abend fallen wir ziemlich Hungrig ins nächstbeste Lokal neben unserem Hotel – “Ristorante Pizzeria Mustafa”. Wir bestellen uns Pizzen. Bei der Schlichtheit der Pizzen kommen uns allerdings Zweifel, ob Mustafa ein echter Italiener ist!


TAUCHGANG 2

Wir stehen wie vereinbart um 13:30 bereit zur Abfahrt. Pippo zeigt uns zuvor noch den Wetterbericht, der die Tendenz von gestern leider bestätigt. Wir beschließen eine Runtime von 180 Minuten und packen noch die Schraube in unsere Sightseeingtour. Diese war erst für morgen geplant, aber ob da noch tauchen möglich ist, ist fraglich.

Paolo kommt mit seiner Tochter auch an Board. Sie tauchen OC mit einer kürzeren Runtime und möchten die Sonnenstrahlen genießen während sie auf uns warten.

Tauchprofil 473aEinstieg: 22.10.2011 14:14 Uhr
Wassertemp: 20°C – 14°C
Welle: ca. 70cm
Buddy’s: Volker, Christoph
verw. Gase: Tx15/55 (Diluent)
 

Schiffsschraube der HavenWir tauchen ab, machen auf 34m am Dach einen kurzen Check und dann geht es direkt auf 80m zur Schiffsschraube. Die Sicht ist dort etwas besser als ich erwartet hatte. Ich kannte die Schiffsschraube bisher nur vom Ertasten – heute habe ich sie das erste mal “gesehen”! Dafür gibt es am Grund eine leichte Strömung.

Im Anschluss steigen wir linker Hand etwas auf, um gleich darauf im Explosionsloch zu verschwinden. Wir tauchen im inneren ein wenig umher, bevor wir wieder zurück zum Oberdeck auf ca. 56m kommen.
   zurück zum Oberdeck

Michael am Weg zur Luke des MaschinenraumsDanach tauchen wir noch einmal ab in den Maschinenraum. Auch hier können wir eine senkrechte Leine entdecken, die am Grund auf knapp. 70m waagrecht im nichts verschwindet.
 

Maschinenraum   Maschinenraum

Michael am 3. DeckDa sich unsere Grundzeit dem Ende nähert, beschließen wir wieder aus dem Maschinenraum zu tauchen und noch etwas die Decks zu erkunden. Ich tauche ins erste Deck hinein, die Treppen hinunter zum 2. Deck und dort bei der 3. Tür wieder raus – nachdem die ersten beiden Türen zu schmal waren.

Michael und Christoph am Dach des Wracks

Schon ist die Grundzeit wieder zu Ende und wir beginnen unseren 115 minütigen Aufstieg.

 
Am Abend beschließen wir mal gut Essen zu gehen. Keine Snacks und Pizzen. Wir landen in einem typischen italienischem Restaurant und lassen es uns so richtig gut gehen.


TAUCHGANG 3+4 / ABREISE

Volker, Michael und ChristophAm nächsten Tag sind wir um 10:00 Uhr an der Basis. Pippo hat den Wetterbericht schon zur Hand. Wellen mit 100cm Höhe, morgen bis 300cm. Wir beschließen unsere Sachen zu packen und nach Hause zu fahren. Wir haben zwei schöne Tauchgänge erlebt und viel gesehen.

Gegen 13:00 Uhr verlassen wir Arenzano und treten unsere Heimreise an.

 

Es war ein tolles Wochenende mit zwei traumhaften Tauchgängen.
 
Smiley


Die Berichterstattung der Medien in den folgenden Tagen hat unsere Entscheidung abzureisen bestätigt. Es gab heftigste Unwetter in Ligurien und Umgebung.


Amoco Milford Haven – Der Trailer

Als Vorgeschmack zu unserer Haven-Tour ein kurzer Videotrailer von mir.

Neue Tauchregelung an der “Amoco Milford HAVEN”

Amoco Milford HAVEN

Folgende Informationen wurden von Paolo Genta publik gemacht:


Ab dem 01.01.2011 wurde das Regionalgesetz für alle Tauchführer der Region Ligurien abgeschafft! Alle Taucher brauchen ab sofort keine Einschreibung oder dessen Erneuerung mehr.

Die neue Regel lautet:
Jeder vierte Taucher einer Tauchgruppe muss mindestens ein Divemaster im aktiven Status sein und eine Tauchversicherung (Basic Professional) besitzen. CMAS *** Taucher werden automatisch als zugelassene „Begleiter“ für andere Taucher anerkannt.
Medizinische Atteste sind nicht mehr obligatorisch, doch gerne willkommen.


Quellenangabe: HavenDiving Center Arenzano

Wrack „Amoco Milford HAVEN“

C%20093%20Amoco%20Milford%20Haven%20004Die für diesen Herbst (10/2010) anvisierte Tauchreise zur Haven wird aus mehreren Gründen auf nächstes Jahr verschoben.
Da ich gerade in Erinnerungen schwelge und an meine erste Tour zur Haven im Jahr 2006 zurückdenke, habe ich mich kurzerhand entschlossen zu diesem Ausflug einen Bericht zu verfassen. Ich war mittlerweile zwar wieder bei der Haven, dabei sind aber kaum Fotos entstanden, daher ein Bericht aus dem Jahre 2006.


Anreise
Heute ist es soweit. Hans, Dieter, Kurt und ich fahren zur Haven nach Arenzano. Auf der ca. 7-stündigen fahrt diskutieren wir schon eifrig über die bevorstehenden Tauchgänge.
In Arenzano angekommen fahren wir gleich zum “Tauchzentrum Techdive” von Gino. Wir verstauen unsere Ausrüstung, klären alles nötige und vereinbaren für heute Nachmittag einen Tauchausfahrt. Anschließend im Hotel einchecken, das wichtigste aus dem Bus ins Zimmer bringen, einen kleinen Snack in der idyllischen Altstadt genießen und schon geht es wieder zurück zu Gino und seinem Tauchboot. 🙂


Tauchgang 1

Tauchgang01Einstieg:          25.10.2006  14:16 Uhr

Wassertemp:   21° C

Buddy(s):        Dieter, Kurt

verw. Gase:     Tx20/15, EAN50

 

Nach unserer Ankunft in Arenzano sind wir schon gespannt auf unseren ersten Tauchgang. Das mitgebrachte Tx20/15, das nach dem letzten auftoppen am Attersee herauskommt, ist ideal für unser erstes beschnuppern des Wracks.

MichaelDas Wetter ist auf unserer Seite. Sonnenschein und eine ruhige, jedoch fürs Mittelmeer ungewöhnlich dünenhafte See. Wir prüfen unsere Ausrüstung und verstauen sie anschließen am Boot.

 

Bei diesem Tauchgang machen wir die erste Bekanntschaft mit dem sehr bequemen Dekorigg, der Abstiegsleine und den oberen beiden Decks des Wracks. Es ist ein gewaltiger Anblick, wenn sich beim Abstieg das Wrack langsam zu erkennen gibt! Wir besichtigen die obersten zwei Decks und blicken auf das in über 50m liegende Deck des Wracks.

Michael mit GinoDann geht es entlang der Aufstiegsleine über das Dekorigg wieder zurück ins Boot. Gino half jeden einzelnen von uns an an DeckBoard. Kaum haben wir unsere Ausrüstung verstaut fährt unser Boot zurück in den Hafen von Arenzano.

 


Tauchgang 2

Tauchgang02Einstieg:          26.10.2006 09:56 Uhr

Wassertemp:   21° C

Buddy(s):        Hans, Dieter, Kurt

verw. Gase:     Air, EAN50, O2

 

Ein ähnlicher Tauchgang wie gestern. Diesmal inspizierten wir genauer das Deck in einer Tiefe von etwa 57m.

Da ich nach dem Tauchgang doch relativ stark durchnässt bin, wechsle ich ab dem nächsten Tauchgang auf meinen Reservetrocki. Im nachhinein stellt sich heraus, das die Halsmanschette mittlerweile etwas locker wurde und erneuert werden muss.
Warum wir damals nur einen Tauchgang machten ist mir mittlerweile nach 4 Jahren nicht mehr eingefallen. 😉


Tauchgang 3

Tauchgang03Einstieg:          27.10.2006 11:46 Uhr

Wassertemp:   21° C

Buddy(s):        Hans, Dieter, Kurt

verw. Gase:     Air, EAN50, O2

 

IMG_1545bw-15Wir erkunden ein weiteres mal das Decke des Supertankers. Wir schnuppern auch etwas in einen Lichtschacht hinein. Insbesondere nahmen wir uns die Röhren Richtung Bug genauer vor. Da wir jedoch ohne Scooter unterwegs sind, kommen wir nicht sehr weit. Mit einem Scooter kommt man bis zur Abriss-stelle am Bug des Schiffes, oder zumindest von dem Rest der noch übrig ist.

 

Michael  Kurt

Dieter  Dieter und Michael

Rohrbrücke  Kurt und Michael bei der Deko

Bei der immer länger andauernden Dekompression kann ich den Tauchgang geistig nochmals durchgehen und mache mir bereits Gedanken, wohin uns der nächste Tauchgang führen wird – zur Schiffsschraube.


Tauchgang 4

Tauchgang04Einstieg:          28.10.2006 12:45 Uhr

Wassertemp:   16° C

Buddy(s):        Hans, Dieter, Kurt

verw. Gase:     Tx15/45, EAN32, O2

 

Kurt vor dem TauchgangHeute ist es soweit, wie geplant geht es heute zur Schiffsschraube der “Amoco Milford Haven”. Wir tauchen wieder gemeinsam an der Abstiegsleine nach unten und warten am obersten Deck in etwa 32m Tiefe zusammen. Dann geht es weiter auf die Hauptebene in 57m Tiefe zum Heck des Supertankers. Nach einem kurzen Kontrollblick zu meinen Buddys geht es weiter in die Tiefe.
Zuerst erblicke ich das mächtige Ruderblatt des Schiffes, Danach erkennen wir die gewaltige Schiffsschraube. Ein herrlicher Anblick. Leider liegt über dem Grund eine ca. 2m starke Nebelwolke, der uns die Sicht auf den Grund verwehrt. Wir tauchen kurz in diese Schicht ein, berühren den Grund und tauchen kurz darauf wieder 5m höher. Wir sammeln uns wieder. Kurt war der letzte, später IMG_1638-22weis ich auch wieso. Wir steigen etwas höher und tauchen vor zur Explosionsöffnung. Ein riesiges Loch klafft einem entgegen, in dessen inneren es pechschwarz ist. Danach wieder aufs Oberdeck und spiralförmig tauchen wir nach Oben entlang der Aufbauten. Die Deepstops sind eine tolle Gelegenheit das Wrack während dieser Zeit noch einmal unter die Lupe zu nehmen.
Die Zeit am Rigg wurde dann schon etwas länger, aber dieser Tauchgang war es auf jeden Fall wert.


Tauchgang 5

Tauchgang05Einstieg:          28.10.2006 17:21 Uhr

Wassertemp:   21° C

Buddy(s):        Hans, Dieter, Kurt

verw. Gase:     Tx20/10, EAN32, O2

 

MichaelKurt und ich beschlossen heute noch einen zweiten Tauchgang durchzuführen, während es sich Hans und Dieter bei einem Kaffee gemütlich machten.
Es ist ein angenehmer Tauchgang bis ca. 40m. Das nutze ich aus, um meine Kamera mitzunehmen, die leider nur bis 40m Wassertiefe zugelassen ist.
Wir betauchen die oberen beiden Decks, tauchen rein und wieder raus, und wieder ein …
Kurt und MichaelAbschließend tauchen wir noch zum Schlot um ein paar Fotos von Kurt zu schießen, wie er im Kamin verschwindet. Leider sind mir diese Aufnahmen bei einem Plattencrash vor 2 Jahren verloren gegangen.
Ein wirklich entspannter zweiter Tauchgang, der fast schon in den Abend hinein ging.

Drachenkopf  Turm der Haven


Tauchgang 6

Tauchgang06Einstieg:          29.10.2006 13:32 Uhr

Wassertemp:   21° C

Buddy(s):        Kurt

verw. Gase:     Tx14/33, EAN32, O2

 

Unser Abschlusstauchgang für diese Reise führt uns wieder ans Oberdeck auf ca. 57m und die oberen 3 Decks, die wir von außen, wie von innen betauchen.


Michael

 

Eine rundum gelungene Tauchreise.

“Amoco Milford Haven” – du wirst uns auf jeden Fall wieder sehen.

 


10/2010:
Damals haben wir noch einige Tauchgänge mit Luft durchgeführt, bei denen ich heute Trimix verwenden würde. Auch ist mittlerweile bei solchen Tauchgängen fast immer Helium im Dekogas. Mann lernt ja immer dazu.

Scapa Flow 2009 – Tauchtag 3

An diesem Morgen ist es immer noch kühl und wechselhaft. Regen und Sonne wechseln sich laufend bei etwa 8°C ab.

leckeres FrühstückWährend ich uns ein leckeres einheimisches Frühstück vorbereite, besprechen wir den heutigen Tag.
Andy teilt uns mit, dass wir die SMS Markgraf anlaufen können, ob ein Tauchgang möglich ist werden wir vor Ort sehen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber schon besser als gestern.

Über der SMS Markgraf angekommen gibt uns Andy das OK für einen Tauchgang. Der Wellengang hat sich zwar noch nicht so gelegt, wie wir es uns gewünscht hätten, aber wir versuchen den Tauchgang.

Tauchprofil 320Wir springen um 10:29 Uhr ins Wasser. Nach dem Abstieg erwartet uns ein riesiges Wrack. Die SMS Marktgraf ist ein 175m langes Schlachtschiff der “König-Klasse”. Sie liegt kopfüber in einer Tiefe von etwa 45m mit einer Neigung von 45°. Wir tauchen teilweise unter das Wrack, um die Aufbauten und die Kanonen zu betrachten.

Beim Aufstieg bemerken wir ab einer Wassertiefe von 6m den Wellengang. An der Wasseroberfläche angelangt sind die Wellen doch etwas stärker als erhofft, aber noch keine Gefahr für uns Taucher.
Kurt verschwindet immer wieder hinter den Wellen unser Boot im Anmarsch

Kurt bei seinen ReparaturarbeitenZurück an Bord verstauen wir unsere Ausrüstung. Durch den starken Wellengang löst sich leider Kurts Knoten vom Sicherungsseil und sein Doppelpack fällt Kopfüber von der Sitzbank aufs Deck. Glück im Unglück – es sind nur Die Welle des Reglers verbogen und der Backupinflator zerbrochen. Kurt entfernt sanft seinen defekten Regler und montiert seinen Reserveinflator für den Nachmittag.


Unsere Mittagspause verbringen wir auf der Insel Hoy im Museum. Dort schlürfen wir eine heiße Suppe und schlendern durchs Museum.
Museum auf Hoy Museum auf Hoy Torpedo Maschinenkolben
Brigitte an der Schiffsschraube der HMS Hampshire Christoph Brigitte benötigt immer was Großes zum spielen! :)


SMS DresdenAm Nachmittag tauchen wir an der SMS Dresden, einem Kleinen Kreuzer in 30m Wassertiefe, das auf der Backbordseite liegt und bis auf 16m heraufragt.

Wir bereiten uns für den Abstieg vor.

Kurt und Michael vor dem Tauchgang Werner und Brigitte vor dem Tauchgang

Christoph beim Abstieg an der BojenleineDer Abstieg erfolgt wieder an der Bojenleine. Die Sicht ist sehr gut für Scapa Flow, ich mache mit meiner Kamera einige Schnappschüsse.
Die anderen genießen den Tauchgang an dem großen Wrack.

Christoph mit seinem Hammerhead Kurt Christoph mit seinem Hammerhead

Tauchprofil 321Nach den Tauchgang sind wir uns alle einig: Hier wollen wir diese Woche noch einmal tauchen.
Am Abend besprechen wir unsere Tauchplanung bei einer Runde Bohnanza für den nächsten Tag. Wir fassen die SMS Brummer und die SMS Karlsruhe ins Auge.

Scapa Flow 2009 – Tauchtag 2

Blich Richtung Westen auf den AtlantikWährend dem Frühstück berichtet uns Andy, dass der geplante Tauchgang zur SMS Markgraf heute nicht stattfinden kann, da der Tauchplatz zu exponiert liegt für den derzeitigen Wind – der Wellengang ist zu stark dort.

Nach Rücksprache mit Andy entscheiden wir uns für einen Tauchgang am Torpedoboot V83. Es liegt am östlichen Ende von Rysa Little Island.

Tauchprofil 319Der Tauchgang verläuft planmäßig. Wir springen um 11:18 Uhr ins 7° warme Wasser, tauchen an der Bojenleine ab und betauchen das Wrack. Für diesen Tauchgang haben wir ein EAN28 in unseren Doppelflaschen, das eigentlich für die SMS Marktgraf gedacht war.

Unterwasserwelt bei der V83 Unterwasserwelt bei der V83 Unterwasserwelt bei der V83

Am Ende der Wrackbesichtigung machen wir uns noch auf die Suche nach Jakobsmuscheln, sind hier jedoch nicht vom Glück gesegnet und kommen mit leeren Händen zurück.

Brigitte beim versogern der Ausrüstung und einer Tasse Kaffee

Michaels verstaute Ausrüstung

Kaum ist unsere Ausrüstung verstaut haben wir auch schon eine heiße Tasse Kaffee in der Hand, die uns Mark gemacht hat.

 

 


Der Tauchgang am Nachmittag fällt auf Grund des andauernden Windes aus. Wir nutzen diese Zwangstauchpause und erkunden die Insel.

Zuerst geht es zu einem der Aussichtspunkte mit der Kliffküste zum Atlantik. Wir können es natürlich nicht lassen, und müssen bis zu den Kliffkanten vor. Trotz der gewaltigen Höhe kommt die Gischt der Wellen bis zu uns herauf. Aber wir haben vorgesorgt und uns die passende Kleidung übergezogen.

Brigitte und Werner am Weg zum Kliff ... und der Rest läßt nicht auf sich warten Kurt will unbedingt fliegen! ;)
Christoph und Michael wagen sich nahe an die Riffkante Christoph betrachtet die Steilküste Brigitte hält uns im schützenden Bunker im Auge.
Blick auf den AtlantikDie Naturgewalten an der Küste sind gewaltig, und das obwohl das Wetter schon am Abklingen ist. Glücklicherweise gibt es in der Bucht von Scapa Flow einige geschützte Tauchplätze, sonst wären wir heute nicht zum tauchen gekommen.

Danach geht es auf eine kulturelle Rundreise. Wir sehen uns ein paar der Steinkreise an.
Kurt Werner und Brigitte Natürlich darf auch ich bei typischen Touristenfoto nicht fehlen! ;) Brigitte will den Stein unbedingt wieder gerade rücken!

Am späten Nachmittag gegen 18:00 Uhr fahren wir noch nach Kirkwall, die größte Stadt der Insel mit etwas über 6.000 Einwohner.

Brigitte betrachtet die Schiffsglocke der HMS Royal Oak The Earls Palace in Kirkwall Brigitte hat doch noch eine der roten Telefonzellen gefunden

BohnanzaAm Abend spielen wir noch ein paar  Runde Bohnanza, ein lustiges Kartenspiel, das Christoph mitgebracht hat.

 

Für morgen sind die Wettermeldungen schon besser. Wir hoffen morgen den Tauchgang an der SMS Markgraf nachholen zu können und auch die SMS Dresden betauchen zu können.

Scapa Flow 2009 – Tauchtag 1

Mein Schlaf war nach der langen Anreise tief und erholsam.

Das Boot wurde von Andy seit meinem letzten Besuch (März 2007) renoviert. Die vorderen Kabinen sind fertig umgebaut. Es gibt nun 3 Doppelkabinen und 2 Einzelkabinen im vorderen Schiffsbereich. Die hintere Kabine, eine 4er-Kabine, ist zur Zeit gerade in Renovierung. Dort waren wir bei unserem letzten Besuch 2007 einquartiert.

unruhiges WetterDas Wetter ist, wie von Andy vorhergesagt, etwas unruhig. Es ist durchwegs Kurt am Liftbewölkt und regnet leicht. Der deutlich spürbare Wind und der Wellengang machen mir aber wesentlich mehr Sorgen. Denn diese werden außerhalb des geschützen Hafens vermutlich noch kräftiger werden.
 

Eine nette Überraschung hat Andy auch noch für uns parat, die er uns bis jetzt verschwiegen hat. Er hat diesen Winter einen Lift auf seinem Boot montiert. Und wir sind die ersten Gäste, die diesen Lift auch verwenden dürfen. 🙂

Tauchgang SMS Cöln II Wir lassen uns vom Wetter nicht entmutigen. Voller Elan planen wir unseren ersten Tauchgang an der SMS Cöln II. Wir einigen uns auf eine Tauchtiefe von 35m für 30 Minuten Grundzeit. Luft in unseren D-12 und Sauerstoff in der Stage für die Deko. Der richtige Tauchgang, um uns für Scapa Flow einzugewöhnen.

Der Tauchgang selbst verläuft ohne Besonderheiten. Die Wassertemperatur liegt bei den erwarteten 7°.

Als zweiten Tauchgang empfiehlt uns Andy die beiden Wracks YC21 und F2. Diese sind auf Grund der geschützten Lage gut geeignet, da sich das Wetter noch nicht gebessert hat. Nach einer kurzen Planung einigen wir uns auf eine Tiefe von 18m für 40 Minuten Grundzeit. Tiefer liegen die beiden Wracks nicht.

Tauchgang F2 Bei der F2 tauche ich Kurt folgend in einen Gang, der in einem mittelgrossen Raum endet. Das ist mit D12 schon etwas eng, aber ich kann ja Kurt nicht alleine lassen. Dafür muss er wohl meine Flaschen wieder etwas nachlackieren 😉
Anschließend folgen wir noch einer Hilfsleine zur YC21. Nach einer kurzen Umrundung ist unsere Grundzeit auch schon wieder um und wir machen uns an den Aufstieg.

Nachdem uns Andy an Bord genommen hat geht es wieder Richtung Hafen, während wir unsere Ausrüstung verstauen und die Erlebnisse des Tages anschließend bei einer Tasse Whiskey Tee noch einmal besprechen.

Für morgen Planen wir einen Tauchgang an der SMS Marktgraf und einem weiteren Schiff, das wir noch nicht festgelegt haben.

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Nachfolgen noch ein paar Informationen zu den heute betauchten Wracks:

SMS Cöln II (1916)

Die zweite SMS Cöln war ein Kleiner Kreuzer der ehemaligen Kaiserlichen Marine. Er war der Ersatz für den Kleinen Kreuzer SMS Ariadne, welcher am 28. August 1914 im Seegefecht bei Helgoland gesunken war. Benannt wurde das Schiff nach seinem Vorgänger SMS Cöln, welcher ebenfalls am 28. August 1914 bei Helgoland versenkt worden war.

Bau und Technische Daten
Cöln Die zweite SMS Cöln lief am 5. Oktober 1916 in Hamburg bei der Werft von Blohm & Voss unter der Baunummer 247 vom Stapel. Sie war das Typschiff der letzten Klasse Kleiner Kreuzer, die in der Kaiserlichen Marine entwickelt wurden. Aufgrund bisheriger Erfahrungen waren diese Schiffe wesentlich größer und hatten eine höhere Geschwindigkeit sowie eine wesentlich stärkere Bewaffnung, als ihre Vorgänger, aufzuweisen.

Die Länge der zweiten SMS Cöln betrug 156 m, die Breite 14,5 m und der Tiefgang 6,4 m. Das Schiff verdrängte 5.600 Tonnen und der Antrieb bestand aus zwei Sätzen von Dampfturbinen, die zwei Propeller antrieben. Die Dampfkessel waren sowohl mit Kohle als auch mit Öl befeuerbar. Die Höchstgeschwindigkeit lag offiziell bei 27,5 Knoten, die im Einsatz fahrbare Dauergeschwindigkeit bei 24,5 kn. Bei den Probefahrten konnte die Cöln jedoch bis zu 29 Knoten erreichen. Ihre Hauptbewaffnung bestand aus acht 15-cm-Schnellfeuerkanonen. Hinzu kamen Flugabwehrgeschütze, Torpedorohre sowie eine Legevorrichtungen für die 200 an Bord mitführbaren Minen. Die Deckspanzerung und der seitliche Panzergürtel waren 6 cm dick, den Kommandoturm schützte eine 10 cm dicke Panzerung.

Einsatzt und Verbleib
Mangels Material und Personal konnte das Schiff erst am 17. Januar 1918 in Dienst gestellt werden. Nach den Probefahrten wurde es der II. Aufklärungsgruppe zugeteilt. Außer einigen Minenunternehmungen in der Deutschen Bucht hatte die Cöln (II) keine wesentlichen Einsätze mehr. Bei Kriegsende lag sie in Wilhelmshaven. Am 19. November 1918 trat die kaiserliche Hochseeflotte den Marsch in die Internierung nach Scapa Flow an, wo die Schiffe monatelang vor Anker lagen. Die Cöln ankerte nordöstlich der Insel Cava. Als es nun endgültig feststand, dass die Siegermächte die Schiffe vereinnahmen würden, wurde am 21. Juni 1919 der Befehl zur Selbstversenkung gegeben. Auch die an Bord der Cöln verbliebene Restbesatzung öffnete die Seeventile ihres Schiffes. Gegen 13.50 Uhr kenterte der Kleine Kreuzer SMS Cöln (II) nach Steuerbord und sank auf den Grund von Scapa Flow. Im Gegensatz zu den meisten anderen dort versenkten deutschen Schiffen wurde sie nicht gehoben.

Das Wrack
CölnDas auf der Position 58° 53′ 32″ N, 3° 3′ 0″ W in 35 m Wassertiefe auf seiner Steuerbordseite liegende Wrack ist heute ein beliebtes Ziel für Sporttaucher und gilt als eines der besten Tauchziele in Scapa Flow. Das Schiff ist weitgehend intakt. Allerdings entfernte man bei Bergungsarbeiten die beiden vorderen Geschütze, deren Schilde und Lafetten sowie ihre Schrauben und Anker. Am Heck wurde ein Loch in den Rumpf Cölngesprengt, um in den Maschinenraum zu gelangen. Die Bordwand auf der Backbordseite steigt bis in eine Tiefe von 20 m auf. Das Eindringen ins Innere des Schiffs gilt wegen der großen Mengen an dort abgelagertem Sediment als sehr gefährlich. Hierdurch kann sich die Sicht schlagartig verschlechtern. Am Wrack sollen sich bereits mehrere tödliche Tauchunfälle ereignet haben.

F2

F2 Dieses Schiff lief am 02. April 1935 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde dann am 27. Februar 1936 als Geleitboot für eine Besatzung von 121 Mann in Dienst gestellt. Äußerlich hat es Ähnlichkeit mit einem Zerstörer, wurde aber zum Torpedofangschiff umgebaut und war eine Art Experimentalschiff für die Reichsmarine. Sie war 9m breit und hatte einen Tiefgang von ca. 3,30m. Die Bewaffnung bestand aus zwei 10,5cm-Geschützen -jeweils einem auf dem Vorder- und einem auf dem Achterdeck- und vier 3,7cm Flakgeschützen. Der Antrieb erfolgte über zwei Propellerschäfte und zwei Turbinenmotoren die 17.000 SPS und eine Geschwindigkeit von 28 Knoten entwickelten. Nach dem Krieg wurde das Schiff Großbritannien als Kriegsbeute ausgehändigt und warf Anker im Gutter Sund – nördlich von Lyness.

F2 Dort sank die F2 am 30. Dezember 1946 während eines Sturms auf einer Tiefe von ca. 14-18m auf ihre Backbordseite. Die Mindesttiefe über dem Rumpf beträgt ca. 8m. Der Bug ist vom aufrecht stehenden Heckteil durch die Bergungsarbeiten abgetrennt worden. besonders mittschiffs wurden viele Bergungsarbeiten durchgeführt, so dass dies heute ein Trümmerfeld darstellt, durch das man sich gemütlich hindurchkrösen kann. Der teilweise intakte Vorderteil mit dem Bug bietet dann  auch noch das Geschütz und die Brücke zur Betrachtung feil.

Man kann auch in das Wrack hinein tauchen, zB. kurz hinter dem Geschütz. Mit genügend Luft kann man auch hinüber tauchen zur YC21, die gleich nebenan liegt.

YC21

Im November 1968 war die Bergefirma der dieses Bergeschiff gehörte gerade dabei Kleinteile von der an ihrem Ankerplatz verrottenden F2 abzumontieren, als ein Sturm aufkam. Man hatte bereits die ebenfalls entfernten leichten Flakgeschütze der F2 in den Laderäumen der YC 21 verstaut.
In dem Sturm sank dann aber auch die YC 21 in eine Tiefe von 14-17m auf ihre Steuerbordseite mit einer Krängung von ca. 90° . Sie liegt dabei nur ca. 30m von der F2 entfernt. Damit man besser zu den beiden Wracks jeweils vom anderen herüber findet, ist eine Leine gespannt.
Achtgeben sollte man auf die mittlerweile 30 Jahre alten Azetylengasflaschen an Deck der YC 21,
in diesem Alter immer eine potentielle Gefahr, abgesehen mal von dem Azetylengasinhalt.
In dem Laderaum des Wracks liegen noch immer die abgeborgenen Geschütze der F2. Taucht man von hier einen östlichen Kurs, so landet man genau mittschiffs an der F2.