DiveBase U-96

Tauchen rund um den Attersee … und einiges mehr

Kategorie-Archiv: Ausrüstung

Sammelbestellung Sofnolime 797

Sofnolime Typ 797Wir geben im neuen Jahr wieder eine Sammelbestellung für Atemkalk auf. Es handelt sich um den Sofnolime Type 797 in 20kg bzw. 4,5kg Kanistern (je nach Preis). Dieser ist bei Lieferung  am Attersee abholbar.

Wenn jemand von Euch Interesse hat sich anzuhängen, dann meldet Euch unter:  divebase@U-96.at

Scootern bis zum Abwinken

Einstieg HinkelsteineDa heute unerwarteter weise keiner meiner Buddys Zeit hat zum Tauchen gehe ich heute alleine bei den Hinkelsteinen ins Wasser. Es hat ein richtig trübes Wetter und es nieselt leicht.
 

P1040108Ich entscheide mich meinen Scooter etwas exzessiver zu benutzen und versuche ihn leer zu fahren. Ich gebe 35 Minuten Vollgas Richtung Süden. Danach über die Hinkelsteine retour zur Plattform auf 5m. Dabei stoße ich im 16m Bereich auf vielfältige Felsformationen. Im Anschluss pendle ich zwei mal zwischen dem Einstieg und der Plattform hin und her. Nach 107 Minuten Tauchzeit ist der Scooter noch immer nicht leer. Ich habe keine Lust mehr den Scooter zu quälen und verlasse das Wasser.

Bonex ReferenceDer Akku des Scooter war vor dem Tauchgang voll geladen 100%: 29,3V und hatte nach dem Tauchgang noch 31%: 25,2V. Er hätte vermutlich noch max. 20 Minuten gehalten.
Etwa 130 Minuten Vollgas mit einer Akkuladung ist wirklich eine gute Leistung, und das bei 4-8°C Wassertemperatur.
Ich tauche den Scooter meistens mit der Navi-Einheit und 2 x MB-Sub Lampen. Das Licht reicht auch für Videoaufnahmen, falls ich die GoPro montiert habe.
Smiley

Tauchprofil 482Des weiteren kann ich mich beim Tauchgang meinen Sensoren widmen. Da ich einen meiner 5 O2-Sensoren gewechselt habe, will ich diese Zelle etwas genauer im Auge behalten. Es ist die erste AI-Zelle (rEvo CR22D), die anderen 4 sind noch Teledyne R22D. Ich kann keine außergewöhnlichen Beobachtungen machen. Ich bin gespannt wie sich die AI-Zelle in Zukunft verhält.

Umfrage: Heizwesten

Vor einigen Tagen habe ich einen Bericht über Heizwesten online gestellt. Hier nun die dazugehörige Umfrage.

Falls Eure Heizweste nicht angeführt ist, schreibt mir eine Nachricht mit dem Namen der Weste in den Kommentaren und ich werde sie der Umfrage hinzufügen.

Heizwesten für Taucher

Da der Winter nicht mehr fern ist und die Wassertemperaturen kälter werden, möchte ich euch einen Überblick über die aktuell erwerbbaren Heizwesten für Taucher geben.

  • Santi Heizweste (Santi)
  • BTS Heizweste (BTS Europe)
  • Perch HU (Yellow Diving)
     

Natürlich gilt wie immer: Falls ihr noch andere Heizsysteme kennt und Erfahrungen damit habt – nur her damit!


SANTI Heizweste

Santi HeizwesteDie Santi Heizweste besteht aus atmungsaktiven Thinsulate Material (200g) mit eingearbeiteten Heizdrähten. Dadurch wärmt die Weste schon im inaktiven Zustand. Ein weiterer Vorteil des Materials ist, dass die Feuchtigkeit abtransportiert werden kann. Somit bleibt man trocken, selbst wenn man schwitzt. Die Heizweste ist mit einem O-Ring gedichteten wasserdichten Stecker versehen. Das Gegenstück wird ebenfalls mitgeliefert, falls die Weste über eine Durchführung eines Fremdherstellers angeschlossen werden soll. Der Schrittgurt und der seitliche Klettverschluss sorgt für eine perfekte Passform.

  • Santi HeizwesteHeizweste aus atmungsaktiven Thinsulate Material 200g
  • wärmt schon im inaktiven Zustand
  • 60 Watt
  • Heizkabeltemperatur max. 40° C
  • Heizdauer 1,5 – 2,0 Stunden bei 10 Ah
    Heizdauer 3,0 – 4,0 Stunden bei 20 Ah

Eine Besonderheit von Santi ist der beheizbare Unterzieher Heatet Extreme 400. Ein 400g Thinsulate Unterzieher in dem Heizdrähte wie bei der Weste eingearbeitet sind. Die Heizleistung beträgt 120 Watt.

Santi Unterzieher

  • 120 Watt
  • Heizdauer 1,0 Stunden bei 10 Ah
    Heizdauer 2,0 Stunden bei 20 Ah
  • Atmungsaktiv
  • wärmt schon im inaktiven Zustand
  • wärmt den gesamten Körper
  • wasserdichtem Stecker, kompatibel mit anderen Santi Produkten
  • P-Ventil-Löcher auf beiden Beinen
  • Napoleontasche
  • Zwei-Wege-Reißverschluss mit einer Klappe geschützt
  • Hosenträger

Santi ThermovalvePassend zur Heizweste hat Santi auch zwei Anzugdurchführungen im Programm. Zum einen das Thermovalve. Ein “All in One” Ventil. Das Einlassventil und die Kabeldurchführung für die Heizung ist in einem Guss verbaut. Auch hier wird das Gegenstück des Inneren Steckers mitgeliefert, falls man die Durchführung mit Heizwesten anderer Hersteller benutzen will.

  • Santi ThermovalveThermoventil
  • Ventil mit integriertem Heizungsanschluß
  • Apeks Kompatibel
  • Standard E/A Cord
  • Wasserdichter innerer Stecker mit O-Ring gedichtet
  • flache Bauart von 22mm
  • Material Delrin
  • Edelstahlmechanik
  • seitl. Luftauslässe im inneren Deckel, damit die Luftverteilung gleichmäßig in allen Richtungen erfolgt

Santi ConnectorAls Alternative dazu gibt es noch den Drysuit Connector von Santi. Dieser wird einfach zwischen das vorhandene Einlassventil und Trockenanzug geschraubt. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um ein Apeks-Ventil oder baugleich handelt.
 

Beziehen könnt ihr die Santi Heizweste unter anderem bei DIR-X dive equipment


BTS Heizweste

BTS HeizwesteDie BTS Heizweste besteht aus Neopren und heizt mit Polymerheizplatten. Die geringe Leistungsaufnahme der Heizplatten von 25 Watt erweitert die Akkulaufzeit deutlich. Der Nachteil dieser Weste ist, dass man darunter schwitzt und durch das Neopren die Feuchtigkeit nicht nach Außen abgegeben werden kann. Dafür kann diese Heizweste lt. Herstellerangaben auch unter Nasstauchanzügen verwendet werden, da das System komplett gedichtet ist.

  • BTS HeizwesteLeistung: ca. 25 Watt / 12 Volt – Hoher Wirkungsgrad
  • Polymer Heizplatten (wasserresistent)
  • Alle Teile druckfest, gas- und wasserdicht
  • Heiztemperatur max. 42° C
  • Material Weste: Neopren
  • innenseitig Fischer Stecker

BTS AnzugdurchführungAuch BTS Europe hat eine Anzugdurchführung im Programm. Diese kann mit allen Apeks oder SiTec Einlassventilen verwendet werden. Innenseitig wird die Heizweste mittels Fischer Stecker verbunden. An der Außenseite befindet sich ein E/O Cord.

 
Beziehen könnt ihr die BTS Heizweste unter anderem bei Deepstop.


PERCH HU

YD WesteVon Yellow Diving gibt es das Heizhemd Perch HU. In der Funktionsunterwäsche sind Heizkabel eingearbeitet. Das Material des Heizhemdes ist Geruchshemmend. Es kann mit üblichen Waschmitteln für Thermowäsche gewaschen werden. Bei der Verwendung des PERCH H10 Akkus können Zeiten von 240 Minuten (Stufe 1) und 130 Minuten (Stufe 2) erreicht werden.

YD DurchführungYD DurchführungYellow Diving bietet ebenfalls eine Durchführung als Zwischenstecklösung für das Einlassventil an welches kompatibel zu Apeks und SiTec ist. Außerdem seit kurzem auch ein Kombiventil welches dem von Santi sehr ähnelt.


Übersicht

He/O2 Analyser

Ein He/O2 Analyser ist ein nützliches Instrument beim Gasmischen, um seine Ergebnisse zu überprüfen und außerdem die Grundlage zum auftoppen von bestehenden Restgasgemischen.

Wir haben mittlerweile drei verschiedene Trimix-Analyser. Jeder von uns hat sich im Laufe der Zeit einen zugelegt. Alle drei sind im Einsatz.


Analox ATA He/O2Ich habe mir den Analox ATA Analyser im Jänner 2007 zugelegt, als ich mit dem Trimix mischen begonnen habe. Kurt hat ihn sich auch noch im selben Jahr gekauft. Damals war es einer der wenigen Analyser am Markt der Helium UND O2 gleichzeitig messen konnte. Die Elektronik und die Sensoren sind in einem Pelicase wassergeschützt untergebracht. Das hintergrundbeleuchtete Display zeigt wahlweise den Gehalt an O2, He oder Restgas (Stickstoff) an. Angeschlossen wird das Gerät über den mitgelieferten Schlauch mit Durchflussbegrenzer an einem beliebigen Inflatorschlauch.
Das Gerät ist sehr robust gebaut und hat bei uns schon einiges erlebt. Ich verwende dieses Gerät immer wieder gerne, wobei ich mich in letzter Zeit immer öfters ertappe, wie ich zum Gerät von DiveSoft greife!

Richtpreis: 892 € (Lucasdivestore, Dive-Gear)
               (499-600 Pfund)


MixChek Oxy-Helium PortableChristoph hat den MixCheck Analyser von Teledyne AI. Dieser arbeitet ähnlich wie der Analox und misst O2 und He gleichzeitig. Der Vorteil dieses Gerätes ist, dass er beide Messergebnisse gleichzeitig anzeigen kann. Das Gerät ist ebenfalls in einem Wasserdichten Behälter untergebracht, welcher aber zum Bedienen des Gerätes geöffnet werden muss, also im betriebsbereitem Zustand nicht ganz so gut wassergeschützt ist.

Richtpreis: ab 785 € (Deepstop)


Divesoft He/O2 AnalyserUnser jüngstes Gerät kommt von Volker. Er hat den Divesoft He/O2 Analyser. Das besondere an diesem Gerät ist, dass es den Heliumgehalt über Ultraschall ermittelt. Dies bedeuten, dass kein Heliumsensor benötigt wird. Sicher eine interessante alternative, aber auf Grund der Lebensdauer eines Heliumsensors von bis zu 10 Jahren nicht unbedingt eine finanzielle Entscheidungshilfe. Das OLED-Display ist natürlich ideal zum Ablesen in jeder Situation. Die Abmessungen des Gerätes lassen es sehr kompakt wirken. Außerdem bietet das Gerät als einziges eine Schnittstelle zum Auslesen der Daten.

Bei uns wird mittlerweile sehr gerne damit gemessen. Smiley

Richtpreis: ab 729 € Set mit Koffer (Divesoft, Dir-X, Deepstop)


Beim Analysieren unserer Gase prüfen wir oft quer durch die Bank mit unseren Geräten. Nach einer sauberen Kalibrierung zeigen alle unsere Geräte auf ±0,2% den gleichen Gasgehalt bei O2 und He an. Wobei ich die Kalibrierung betonen möchte. Ohne vernünftige Kalibrierung wird jedes Gerät ungenaue Ergebnisse liefern.

Folgend noch die technischen Daten übersichtlich in einer Tabelle:
Vergleichstabelle He/O2 Analyser


Es gibt mittlerweile noch mehr Analyser, die He und O2 prüfen. Folgend eine Aufzählung von diesen Geräten. Ich persönlich habe damit noch keine Erfahrungen gesammelt:

  • TruMix 4001 Trimix Analyzer (DiveRiteExpress)
  • DE-OX SUB Helium-Oxygenanalyser (MaVoTec)
  • Heliumizer

 
Wer mit den oben genannten, oder mir unbekannten Analysern (O2+He) Erfahrungen hat, ist herzlich eingeladen diese in meinem Blog zu posten.


Für reine Sauerstoffanalyser hat Constantin auf seinem Blog einen Bericht verfasst.

Ein undichtes GolemGear Shrimp

Heute habe ich einen Tauchgangsabbruch wegen einem undichten BOV (GolemGear Shrimp).

GolemGearKurz nach dem Abtauchen – beim Bubble Check – kommen Gasblasen aus dem Blasenabweiser der 2. Stufe (BOV), obwohl ich im CCR-Modus bin. Ich verliere Gas vom Kreislauf über die OC-Stufe des BOV. Außerdem höre ich bei “Kopf unten” Position ein zischen. Es spricht die 2. Stufe vom GolemGear  Shrimp an und drückt Gas aus der OC Stufe in den Loop. Es kommen auch Gasblasen aus der 2. Stufe, als ich diese vom Diluent trenne.

Nach einem kurzen Check an der Wasseroberfläche kann ich den Fehler nicht finden. Das heißt für mich “Tauchgangsabbruch” – Volker muss heute ohne mich abtauchen.

GolemGear ShrimpIch habe nachher das BOV zerlegt. Nach dem Entfernen der Flatterventile habe ich die Ursache lokalisiert. Eine Dichtung ist etwas heraus gerutscht und so ist der OC und der CCR Kreislauf voneinander unzureichend abgeschottet gewesen. Beim Dichtheitstest (Unter- und Überdrucktest) hat sich das P1040080nicht bemerkbar gemacht. Das BOV auseinander genommen, die Dichtungen eingeschmiert und neu verlegt – und schon funktioniert das BOV wieder.
 
 

Ich vermute den Grund für den Zwischenfall gefunden zu haben:
Nach dem letzten Tauchgang habe ich den Hebel vom Mundstück in der Stellung halb OC – halb CCR gestellt und ca. 2 Wochen gelagert. Ich vermute, dass ein Teil der Dichtung keinen Widerstand hatte und sich so etwas ausdehnen konnte. Beim Vorbereiten zum nächsten Tauchgang – als ich das BOV ganz geschlossen habe – ist mir die Dichtung vermutlich ein Stückchen herausgerutscht.

In Zukunft werde ich mein BOV immer offen ODER geschlossen lagern – aber nicht mehr in einer halb offenen/geschlossenen Position!

2011: „Amoco Milford HAVEN“

DER VORABEND

Volker, Christoph und ich treffen uns am Donnerstag Abend in unserer Basis am Attersee. Volker füllt noch seine Stages, anschließend verbringen wir einen gemütlichen Abend bei ein paar Gläschen Rotwein. Als sich Christoph und Volker am späten Abend dann auf das Thema Server, Cluster & Co. einschießen, kann ich der Unterhaltung nur mehr eingeschränkt folgen! 😉


DIE ANREISE

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm nächsten Tag heißt es früh aufstehen. Um 7:00 Uhr läutet mein Wecker. Ein schneller Kaffee, dann beladen wir die Fahrzeuge. Dies dauert dann doch eine knappe Stunde, und so kommen wir erst gegen 8:30 Uhr vom See weg.

BrennerDie Anreise verläuft ohne größere Zwischenfälle. Bei “Salzburg Nord” wird ein über 4-8 km langer Stau gemeldet – glücklicherweise in die andere Richtung. Am Brenner findet sich auch der erste Schnee ein, wir sind immerhin in über 1.200 m Höhe.

Weissenbach am Attersee - Arenzano

Haven Diving CenterNach 8 Stunden Autofahrt treffen wir um 16:30 Uhr in Arenzano ein und fahren direkt zur Tauchbasis Haven Diving Center im Hafen von Arenzano. Pippo und seine Frau erwarten uns schon. Nach einer herzlichen Begrüßung entladen und verstauen wir unsere Ausrüstung. Die Parkzone am Hafen ist für 30 Minuten kostenfrei, danach sind Gebühren fällig – wir schaffen es in 32 Minuten unsere Ausrüstung zu entladen und bezahlen brav 0,50 € am Automaten.

Hotel RivieraAnschließend fahren wir in das Hotel Riviera, eine nahegelegene Unterkunft mit Parkplatz, in Fußreichweite zum Hafen und Internet – wobei letzteres etwas mangelhaft war. Die Qualität und der Preis der Zimmer sind in Ordnung und auch das Frühstück ist für italienische Verhältnisse ok – aber nicht mit Frühstück in Österreich vergleichbar.

Danach folgt eine kurze Besichtigung des Stadtkerns. Auf Grund der noch frühen Uhrzeit – es ist gerade 18:00 Uhr – sind die Lokale noch nicht geöffnet. Diese sperren meist erst gegen 19:00 Uhr auf.
Enzo's CafeAlso landen wir in Enzo’s Cafe – einer Cocktailbar und bestellen Rotwein und Bier. Dazu wird uns so viel zum Knabbern aufgetischt (Oliven, Schinken-, Salami- und Tomatenbrötchen sowie Popcorn und Chips), dass wir nach ein paar Gläschen keinen Hunger mehr hatten!
Um einiges später gehen wir satt getrunken in unser Hotel und freuen uns schon auf den Tauchgang am nächsten Tag.


DAS WRACK

Superöltanker “Amoco Milford Haven”

Flagge:              Republik ZypernZypern
Schiffstyp:           Superöltanker für Rohöl-Transport
Klasse:                VLCC-Klasse
Baujahr:              1973
Eigner:               Troodos Shipping
Bauwerft:           Astilleros Espanoles S.A. (Cadiz, Spanien)

Schiffsmaße und Besatzung
Länge:               334,02 m (Lüa)
Breite:                51,06 m
Tiefgang:            max. 19,80 m
Besatzung:          36
Geschwindigkeit:  max. 15 kn (28 km/h)
Tragfähigkeit:      233.690 tdw
Fracht:               140.000 Tonnen Öl

Unfall
Verbleib:            nach Explosion am 14. April 1991 um 10:05 Uhr gesunken
Ursache:            Brand an Bord
Todesopfer:       5
Lage:                Arenzano (Genua) Italien, 1,2 Meilen vor der Küste
Tiefe:                33 m – 80 m
Koordinaten:      44° 22’ 48” N, 08° 41’ 00” E

 


TAUCHGANG 1

Unsere heutige Tauchausfahrt ist für 15:00 Uhr angesetzt. Wir sind die dritte Ausfahrt des Tages. Zuvor fährt Pippo mit einer 20-köpfigen Gruppe Franzosen zum Wrack, die unsere Runtime nicht aussitzen wollen.

Tauchprofil 472Einstieg:          23.10.2011   15:58 Uhr
Wassertemp:   20°C – 15°C
Welle:             ca. 50cm
Buddy’s:         Volker, Christoph
verw. Gase:    Tx15/55 (Diluent)
 

Wer mag das wohl seinEtwas verspätet gegen 15:30 Uhr laufen wir aus. Der Wellengang ist mittelmäßig aber deutlich spürbar. Kurz vor 16:00 Uhr tauchen Volker, Christoph und ich ab. Die Sicht ist nicht so gut wie erhofft, Strömung ist keine vorhanden. Wir tauchen das Wrack wie zuvor besprochen von außen ab. Zuerst zum Oberdeck, dann vor zur Abbruchkante am Bug. Dort tauchen wir ca. 3 Schotts weit im mittleren Tank hinein. Wir finden eine ... na Christoph und Michael natürlichLeine, die weiter Richtung Heck führt. Sie ist ziemlich lose und hängt stark durch. Am 3. Schott läuft sie fast senkrecht nach unten. Das Durchtauchen der Tanks ist aber für einen späteren Tauchgang geplant. Wir kehren um und scootern am Oberdeck Richtung Heck.

Christoph im 1. DeckWir besichtigen die Deckaufbauten, machen einen Abstecher zum Kamin und schauen uns im Kapitänsdeck um. Kaum zu glauben, aber schon ist die Grundzeit von 60 Minuten erreicht und wir beginnen mit dem Aufstieg. Dieser dauert mit der Dekompression etwa 100 Minuten.

Michael in der DekoBeim 9m Stopp begegnen uns Taucher von einem anderen Boot die gerade zum Wrack abtauchen … und beim 3m Stop tauchten sie wieder an uns vorbei auf! Tja, wir haben wohl doch eine etwas längere Runtime!
Nach 160 Minuten verlassen wir das Wasser und steigen ins Boot. Mit 3 Stages und Scooter ist das bei Wellengang nicht mehr ganz so einfach wie am See.

Bei der Nachbereitung unserer Ausrüstung in der Basis teilt uns Pippo mit, dass sich die Wetterverhältnisse täglich verschlechtern werden. Laut Wetterbericht soll der Wellengang bis Mittwoch kontinuierlich auf 3m ansteigen.

Restaurant MustafaAm Abend fallen wir ziemlich Hungrig ins nächstbeste Lokal neben unserem Hotel – “Ristorante Pizzeria Mustafa”. Wir bestellen uns Pizzen. Bei der Schlichtheit der Pizzen kommen uns allerdings Zweifel, ob Mustafa ein echter Italiener ist!


TAUCHGANG 2

Wir stehen wie vereinbart um 13:30 bereit zur Abfahrt. Pippo zeigt uns zuvor noch den Wetterbericht, der die Tendenz von gestern leider bestätigt. Wir beschließen eine Runtime von 180 Minuten und packen noch die Schraube in unsere Sightseeingtour. Diese war erst für morgen geplant, aber ob da noch tauchen möglich ist, ist fraglich.

Paolo kommt mit seiner Tochter auch an Board. Sie tauchen OC mit einer kürzeren Runtime und möchten die Sonnenstrahlen genießen während sie auf uns warten.

Tauchprofil 473aEinstieg: 22.10.2011 14:14 Uhr
Wassertemp: 20°C – 14°C
Welle: ca. 70cm
Buddy’s: Volker, Christoph
verw. Gase: Tx15/55 (Diluent)
 

Schiffsschraube der HavenWir tauchen ab, machen auf 34m am Dach einen kurzen Check und dann geht es direkt auf 80m zur Schiffsschraube. Die Sicht ist dort etwas besser als ich erwartet hatte. Ich kannte die Schiffsschraube bisher nur vom Ertasten – heute habe ich sie das erste mal “gesehen”! Dafür gibt es am Grund eine leichte Strömung.

Im Anschluss steigen wir linker Hand etwas auf, um gleich darauf im Explosionsloch zu verschwinden. Wir tauchen im inneren ein wenig umher, bevor wir wieder zurück zum Oberdeck auf ca. 56m kommen.
   zurück zum Oberdeck

Michael am Weg zur Luke des MaschinenraumsDanach tauchen wir noch einmal ab in den Maschinenraum. Auch hier können wir eine senkrechte Leine entdecken, die am Grund auf knapp. 70m waagrecht im nichts verschwindet.
 

Maschinenraum   Maschinenraum

Michael am 3. DeckDa sich unsere Grundzeit dem Ende nähert, beschließen wir wieder aus dem Maschinenraum zu tauchen und noch etwas die Decks zu erkunden. Ich tauche ins erste Deck hinein, die Treppen hinunter zum 2. Deck und dort bei der 3. Tür wieder raus – nachdem die ersten beiden Türen zu schmal waren.

Michael und Christoph am Dach des Wracks

Schon ist die Grundzeit wieder zu Ende und wir beginnen unseren 115 minütigen Aufstieg.

 
Am Abend beschließen wir mal gut Essen zu gehen. Keine Snacks und Pizzen. Wir landen in einem typischen italienischem Restaurant und lassen es uns so richtig gut gehen.


TAUCHGANG 3+4 / ABREISE

Volker, Michael und ChristophAm nächsten Tag sind wir um 10:00 Uhr an der Basis. Pippo hat den Wetterbericht schon zur Hand. Wellen mit 100cm Höhe, morgen bis 300cm. Wir beschließen unsere Sachen zu packen und nach Hause zu fahren. Wir haben zwei schöne Tauchgänge erlebt und viel gesehen.

Gegen 13:00 Uhr verlassen wir Arenzano und treten unsere Heimreise an.

 

Es war ein tolles Wochenende mit zwei traumhaften Tauchgängen.
 
Smiley


Die Berichterstattung der Medien in den folgenden Tagen hat unsere Entscheidung abzureisen bestätigt. Es gab heftigste Unwetter in Ligurien und Umgebung.


Amoco Milford Haven – Der Trailer

Als Vorgeschmack zu unserer Haven-Tour ein kurzer Videotrailer von mir.

Ein Nachttauchgang bei den Hinkelsteinen

NachttauchgangNachdem Frank diese Woche seinen Urlaub am Attersee verbringt, habe ich mich mit ihm für heute Abend zu einem AfterWorkDive verabredet. Diese werden mittlerweile zu Nachttauchgängen, da mittlerweile die Sonne gegen 19:00 unter geht.

Aber der bisherige Tag war für Frank schon ein kleines Abenteuer. Bei seinem SF2 hat sich das ADV gelockert und er war 3 Stunden lang auf der Suche nach einem passenden Werkzeug, um es wieder zu befestigen – schließlich wurde er bei Hermann Kadasch fündig! Dann vor dem Tauchgang zeigten seine Sensoren etwas eigenartige Werte an, so dass er den Kopf checkt und die Sensoren neu Kalibriert. Als wir endlich im Wasser sind springt sein Bonex Referenz nicht an! Also nochmal raus aus dem Wasser, Handschuhe ausziehen, Scooterkopf entfernen – das Stromkabel anschließen – und wieder alles schließen und anziehen!

Das ist heute definitiv nicht dein Tag Frank!

Um 19:30 Uhr tauchen wir schließlich ab. Die Sicht ist echt miserabel. Durch die starken Regenfälle und den Wellengang der letzten beiden Tage ist es in den oberen 20m sehr trüb – richtige Nebelwolken sind erkennbar. Die Sicht geht kaum über die Nase meines Scooters hinaus. Unter 20m wird es etwas besser (ca. 2m). Da ist es auch kein wunder, dass ich Frank irgendwann aus den Augen verliere.

Tauchprofil 469

Nach 30 Minuten Grundzeit auf 30m kehre ich um und beginne mit dem Aufstieg. Diesen bremse ich bei 20m ab, da hier die Sicht wieder gegen 0 geht – und bleibe eine Zeit lang auf 22m für den Rückweg. Ich muss mich schon einigermassen auf die Umgebung konzentrieren, damit ich die Orientierung nicht verliere – und doch sehe ich heute so viele Fische wie lange nicht mehr.

Als ich nach 53 Minuten bei der Toilette am oberen Hinkelstein ankomme bleibt es nicht aus, dass ich in die 0-Sicht Brühe auftauche.
Den Ausstieg treffe ich fast genau – ok. ich war ca. 25m zu weit. Aber für diese Sichtverhältnisse gut gelungen.

Nach dem Umziehen und verstauen der Ausrüstung lasse ich mit Frank und Silke den Abend noch bei Günther in der Nixe ausklingen, bevor ich mich wieder auf den Heimweg mache.

Auch beim “Bonex Reference” geht der Akku mal aus

Heute steht ein Tauchgang mit Volker und Frank an der Tagesordnung. Frank kam gestern für eine Woche mit seiner Frau an den See.

Wir einigen uns auf einen Lufttauchgang am Unterwasserwald mit den Scootern. Mein “Bonex Reference” hat noch 40% Ladung – ausreichend denke ich mir für einen 60 Minuten Scootertauchgang.

Volker und ich tauchen letztendlich alleine ab, da Frank Probleme mit seinem Rebreather hat. Ein Sensor seines Controllers ist ausgefallen. Wir genießen die Baumlandschaft und scootern zwischen den Bäumen durch. Nach 30 Minuten kehren wir um, da ich ja keine vollen Batterien im Scooter habe. Kaum ein paar Minuten später streikt mein Scooter – Batterien alle.

Tauchprofil 468Das wird ein langer Rückweg. Anfangs nimmt mich Volker ins Schlepptau. Nach 10 Minuten in ca. 15 Meter Tiefe fährt Volker so knapp an einem Baum vorbei, dass ich loslassen muss, um den Baum nicht zu rammen. Ich denke mir die Reststrecke tauche ich lieber gemütlich alleine weiter. Es sind dann doch fast 40 Minuten, die ich zurücktauche. Irgendwo dazwischen habe ich auf Grund der schlechten Sicht dann Volker verloren. Später erfahre ich, dass er seinen Scooter doch wieder gestartet hat.

IMG_0727Beim Auftauchen und Ausstieg aus dem Wasser ist ein deutlicher Wellengang spürbar, der in folge bis zum Abend noch um einiges zunehmen sollte.

 

Das erste was ich tat als ich zurück war – ich hängte meinen Bonex Reference ans Ladegerät.

PS: Ich vermute stark, dass Volker absichtlich immer Vollgas gefahren ist, damit meine Akkus zur neige gehen! Zwinkerndes Smiley