DiveBase U-96

Tauchen rund um den Attersee … und einiges mehr

BOB – Teil 4: O2-Überwachung

hwHud von Heinrichs|WeikampHeute widme ich mich der O2-Überwachung für meinem BOB. Ich habe mich für das hwHud von Heinrichs|Weikamp entschieden, da ich es herum liegen habe und auch bei meinem Buddy Volker das Teil schon seit längerem gute Dienste in seinem SF2 leistet.

Der Nachteil an meiner Entscheidung liegt darin, dass das hwHud sehr umständlich einzubauen ist! Es müssen zwei Kabel in den Rebreather geführt werden – eines für die Elektronik-Box und ein separates für das HUD.

das MaterialDie Vorbereitungen sind schnell getroffen und das nötige Material zurecht gelegt. Die vorbereiteten Stecker, Schrumpfschläuche, die Schutzkappen der Sensoren und die O2-Sensoren selbst.

 

Dreml VersaflameAls Hilfsmittel verwende ich den Dremel Versaflame – mit ihm löte ich und erhitze die Schrumpfschläuche. Der Vorteil dieses Gerätes ist auch, dass es von selber steht! Perfekt geeignet zum Löten, schrumpfen, erhitzen … und kochen (Karamellisieren). 🙂

 

BlueGlobe KabeldurchführungenDas einbinden der 2 Kabel für die Elektronik-Box und das HUD in den Kopf erfolgt über die Blueglobe Quetschdichtungen.

 

die ersten 4 Adern verlötetDanach werden die 4 Adern (Blau, Braun, Weiß und Schwarz) der Elektronik-Box mit den gleichen Farben des 4-adrigen Kabels des HUD im Gerät verlötet.

 

Sensorstecker mit Schutzkappen

Nun können die eigentlichen Sensorstecker an die restlichen 4 Adern gelötet werden (Grau, Gelb, Rot und Grün). Vorher noch die Schutzkappen einfädeln.

 

O2-SensorenZum Schluss schließe ich die 3 Sauerstoffsensoren an, stülpe die Schutzkappen über die Sensoren und verschraube die Einheit im Rebreatherkopf.

 

P1050760Danach montiere ich den Kopf in der Carbonröhre. Für die Platzierung der Elektronik-Box des HUD’s und den Kabeln muss ich mir wohl auch noch Gedanken machen.

Dass ist noch nicht das Endergebnis! 😉

Ein nicht ganz einfacher Bleiwechsel am Scooter

Eigentlich will ich nur mein Trimmblei am Heck meines Bonex um etwa 10g reduzieren, um den Feintrimm am Scooter zu perfektionieren. Leider stellt sich das dieses mal etwas schwieriger dar als sonst üblich. Aus einem einfachen Bleiwechsel wird ein ziemliches verzwicktes unterfangen.

Der Start des UnterfangensDie Edelstahlschraube, welche das Blei und den Motor im Scooter fixiert, lässt sich nicht mehr lösen. Sie ist komplett festgefressen. Auch das einwirken von WD40 über Nacht zeigt keine Wirkung. Ich versuche über eine Stunde lang mit meinem Steckschlüsselsatz die Schraube zu locken – bis der Kopf komplett ausgefressen ist.

Nun müssen härtere Mittel her. Der Schraubenkopf muss ab! Dann kann ich das Blei entfernen und den Motor demontieren. Dadurch ist der Rest des Gewindes leichter zugänglich und lässt sich hoffentlich einfacher entfernen.

Der Bonex mit ausgebautem Motor und AkkuAber leicht gesagt den Schraubenkopf im beengten Scooter zu kappen. Ich krame mein Dremel Multifunktionsgerät hervor, spanne die Trennscheibe ein und beginne den Schraubenkopf zu bearbeiten. Nach endlosen Minuten schaffe ich es den Schraubenkopf zu kappen – Edelstahl ist ganz schön zäh, vor allem mit so kleinem Werkzeug! Nun kann ich den Motorblock entfernen und mich um das eigentliche Problem kümmern – das festgefressene Gewinde der Schraube.

Für das Entfernen der restlichen Schraube habe ich mir Spezialwerkzeug zugelegt. einen Gewindeausdrehersatz von Würth. Dieser enthält Zentrierhilfen zum Anbohren des Schraubengewindes.
Gewindeausdreher von Würth Gewindeausdreher von Würth

Ich mache mich voller Optimismus an die Arbeit. Gefühlte Stunden später – und einem gebrochenen Bohrer – habe ich es endlich geschafft, das Gewinde ist draußen. Endlich kann ich etwas aufatmen.
das gebohrte Kernloch eine entfernte Schraube und ein zerbrochener Bohrer

Gewindekernlochbohrer M6Das Gewinde habe ich an einer Seite leicht beschädigt, aber mit meinem Gewindekernlochbohrer M6 für Edelstahl kann ich das Gewinde rasch wieder nachschneiden. Die neue Schraube beißt wie am ersten Tag!

 

Bevor ich weiter mache reinige ich zuerst einmal gründlich meinen Scooter innen und außen und baue anschließend den Motor und den Akku wieder ein.

Trimmblei im ScooterEndlich kann ich meine ursprüngliche Arbeit durchführen – den Bleiwechsel, um 10g weniger Gewicht im Scooter zu haben …. und wie butterweich sich die Schraube drehen lässt 🙂

 

 

Natürlich bekommt mein Bonex Scooter nach diesen Strapazen noch ein Pflege mit Silikonspray, um wieder in neuem Glanz zu strahlen!

Bonex Reference

Eine kleine Ursache mit großer Wirkung!

Die Schwarze Brücke bei schlechter Sicht

Einstieg Schwarze BrückeDie Sonne strahlt uns entgegen an diesem herrlichen Frühsommertag. Als wir am Tauchplatz gegen 11:00 Uhr eintreffen, stellen wir fest, dass wir die einzigen Taucher sind. Das Wasser zeigt sich spiegelglatt, nur die leichte Morgenbrise lässt das Wasser stellenweise etwas aufkräuseln.

Der Wasserpegel an der Schwarzen BDie Stufen an der Schwarzen Brückerücke ist ebenfalls um einiges höher als üblich. Volker uns ich einigen uns wieder auf einen Lufttauchgang, da wir auch hier wegen des Hochwassers mit sehr schlechten Bedingungen rechnen. Treibgut ist hier wesentlich weniger zu finden als gestern bei den Hinkelsteinen.

Beim Abtauchen werden unsere Vermutungen bestätigt – extrem schlechte Sicht. Wir bleiben in 35m Tiefe – diese kommt mir jedoch vor wie 90m – stockdunkel. Ein sehr ungewöhnliches Erlebnis am Attersee, wo im Normalfall auf 60m noch Tageslicht erkennbar ist.

Tauchprofil 573

Nach 35 Minuten zeigt mir Volker an, dass er etwas höher tauchen möchte, da er die Kälte zu spüren beginnt. Bei 18m Tiefe wird die Sicht so schlecht (ca. 0,5m), dass ich wieder etwas abtauchen will. Ich habe keine Lust, die 40 Minuten bei dieser Sicht freiwillig in der schlechtesten Wasserschicht zurück zu tauchen, wenn es 5 m tiefer besser ist. Da in dieser Tiefe aber das Wasser gerade erst beginnt wärmer zu werden, gebe ich Volkers Wunsch nach, noch weiter aufzusteigen, um in wärmeres Gewässer zu gelangen. 40 Minuten nach dem Abtauchen kehren wir um. Im Flachwasser bessert sich die Sicht etwas und wir können uns gegenseitig wieder erkennen, ohne uns spüren zu müssen! Die Sicht beträgt nahe der Oberfläche wieder 2-3 Meter.

Trotz schlechter Sicht ein schöner Tauchgang. Am Einstieg treffen wir dann noch “Solosigi”, der heute OC unterwegs ist! Sein Poseidon Rebreather ist beim Hersteller, wo dieser ein weiteres Update bekommt.

Die Hinkelsteine nach dem Hochwasser

P1050711

Heute unternehmen Volker und ich einen Tauchgang bei den Hinkelsteinen. Durch das Hochwasser der letzten Tage erwarten wir uns schon schlechte Sichtverhältnisse unter Wasser.
 

Am Tauchplatz angekommen bemerken wir den etwa 1,5m erhöhten Wasserstand. Das bemerke ich auch als ich in Wasser gehe, da ich bei der Treppe kaum noch stehen kann – dort steht mir normalerweise das Wasser nur bis zum Bauch.

Tauchprofil 572Der Tauchgang selbst verläuft unspektakulär. Die Sichtweite unter Wasser ist extrem schlecht – unter einem Meter. Trotzdem finde ich alle drei Hinkelsteine! 🙂
Unterhalb von 20m bilde ich mir ein, dass die Sicht auf etwa 1-2m ansteigt.

Beim zurücktauchen messe ich noch die Tiefe an der “Glücksplatztafel” – die Oberkante der Rohrkonstruktion liegt bei genau 10,0m. Ich werde, wenn der Wasserspiegel wieder auf das normalem Maß gesunken ist, erneut eine Messung vornehmen.

Den Ausstieg finden wir trotz der schlechten Sichtverhältnisse auf 10m genau.

Hochwasser am Attersee

Reitstall hinter unserer BasisDer seit mehreren Tagen anhaltende Regen macht sich mittlerweile auch am Attersee bemerkbar. Besonders der zusätzliche Starkregen seit gestern lässt die Bäche im Umkreis über die Ufer treten. Bei uns im Ort Weißenbach ist das der Weißenbach, der seit letzter Nacht für Reitstall hinter unserer BasisAufregung sorgt. Unsere Wetterstation zeigt 105mm Niederschlag innerhalb der letzten 24 Stunden an – und es regnet weiter.

 

Ich habe euch ein paar Tauchplätze am See fotografiert, damit ihr euch vom Wasserstand selber ein Bild machen könnt:

öffentlicher Badeplatz in Weißenbach

An der Ufermauer des öffentlichen Badeplatzes in Weißenbach sieht man gut, wie hoch der Wasserspiegel zur Zeit ist! Hier geht es normalerweise an die 2m die Leiter runter.

 

Parkplätze bei den HinkelsteinenBeim Tauchplatz Hinkelsteine stehen die Parkplätze unter Wasser, weil es keine Ablaufmöglichkeit mehr gibt.

 

 

Einstieg SchlierwandAn der Schlierwand ist der Privatsteg schon zur Gänze unter Wasser. Aber der ist privat und darf von den Tauchern nur in Ausnahmefällen benutzt werden.

 

Einstieg OfenDer Einstieg Ofen hat sich zwar durch die Umbauarbeiten etwas geändert, aber man sieht trotzdem deutlich den unüblich hohen Wasserstand.

 

Tauchplatz DixiBeim Tauchplatz Dixi sieht man den Einstieg für Taucher schon deutlich im See verschwinden. Noch 20cm mehr und die Wiese steht unter Wasser.

 

 

Einstieg UnterwasserwaldDer Unterwasserwald zeigt sich etwas weniger spektakulär. Aber wer den Platz kennt weiß, dass hier normalerweise noch kein Wasser ist und der Bach eher ein Gerinnsel ist!

 

 

Einstieg NöhmerAuch beim Einstieg Nöhmer ist der gestiegene Wasserspiegel erkennbar.

 

 

 

Dieses Foto vom Tauchplatz Hinkelsteine zeigt, dass sich die Sichtweiten im See demnächst etwas verschlechtern könnten – leider.
Bacheinmündung bei den Hinkelsteinen

BOB – Teil 3: Flaschen und Regler

Zuerst bereite ich die Regler vor – eine DS4 für den Sauerstoff und eine für die Diluentflasche. Dabei führe ich auch den anstehenden Service der Regler durch, natürlich gleich O2-rein.

DS4 für O2Der Regler für den Sauerstoff benötigt für den Betrieb in einem mCCR ein Paar Umbauen. Zum einen tausche ich die Feder, um einen höheren Mitteldruck einzustellen und zum zweiten wird die erste Stufe gekapselt, um einen konstanten Mitteldruck betreiben zu können – unabhängig von der Tauchtiefe. Anschließend montiere ich noch ein Überdruckventil und den Anschluss-Adapter für die Swagelok Schläuche.

DS4 für DiluentBeim Regler für das Diluent ist ein normaler Service ausreichend. Auch diese Stufe wird mit einem Überdruckventil und einem Anschluss-Adapter versehen.

 

 

FlaschenmontageZum Montieren der Flaschen verwende ich normale Niro-Flaschenschellen, welche ich durch die bereits gebohrten Löcher in der Röhre fädle.
Die Platzierung der Flaschen und das Bohren der Löcher will dabei wohl überlegt sein.

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BOB – Teil 2: hilfreiches Werkzeug

Zum Bauen und späterem Bedienen des BOB sind einige Werkzeuge hilfreich. Diese möchte ich euch in diesem Beitrag vorstellen:

Dremel 8200 Dremel 8200-1/35 Multifunktionsgerät 8200-1/35 Akku
Der ideale Begleiter zum Bohren, Fräsen und Schneiden der Carbon-Röhre.
 
flexibler sechskant Schrauber
Hazet 426-7 Flexible Sechskant-Steckschluessel
Ideal zum schnellen Öffnen und Schließen der Schlauchschellen. Durch den flexiblen Schaft immer schnell und unkompliziert zu bedienen.
 
Lochsäge DN100 Wolfcraft 5493000 1 Lochsäge BiM ø 100 mm inklusiv Schaft und Bohrer
Zum Bohren der Löcher für die Bedienung der Flaschenventile
Lochsäge DN45 Wolfcraft 5470000 1 Lochsäge BiM ø 45 mm inklusiv Schaft und Bohrer
Zum Bohren des Loches für das ADV
UHU Plus UHU PLUS ENDFEST 300 163G 45630
Zum Verkleben der Gewinde an den geknickten Towers
 
Edelstahlspachtel KS Tools 144.0626 Edelstahl-Spachtel, 60 mm, mit 2-Komponentengriff
Dieses Teil muss man kürzen und kann es dann als Schraubendreher für die Verschlusskappe am Kopf verwenden.
 
Schraubenschlüssel Mannesmann M19652 Gabel-Ringschlüsselsatz
benötigt wohl keine Erklärung 😉

Die Links führen euch zu den Produkten auf Amazon, wo ihr diese auch bestellen könnt.

BOB – Teil 1: Das Gehäuse

Diese Wochenende besucht mich Pascal und läutet damit den ersten Schritt in unserem BOB-Bastelprojekt ein.

Gehäuse für den SmirWir beginnen diese Wochenende mit dem Gehäuse, das aus zwei ca. 80cm langen Carbon-Halbschalen besteht. Der erste Schritt besteht darin, die Löcher für die Montage der Teile in die Röhre zu bohren. Dabei ist überlegt vorzugehen, da die Löcher nachher nicht mehr verändert werden können.

Für Folgendes sind Öffnungen in die Röhre zu bohren:

  • Scharniere
  • Flaschenschellen
  • Bedienöffnungen für die Flaschenventile
  • Kopfhalterung
  • ADV
  • diverse Schellenbefestigungspunkte

Zum Bearbeiten verwenden wir Bohrer verschiedenster Durchmesser, einen Kronenbohrer und einen Dremel zum Schneiden und Entgraten.

Scharniere mit Schellen Öffnung für die Ventilbedienung

Gehäuse

Nach dem Bohren der Löcher, der Montage der Scharniere und dem Verschließen der Röhre mit den Rohrschellen ergibt sich ein richtig stabiles Gehäuse.

Pascal ist etwas weiter als ich, da ich nebenbei unsere 4 erste Stufen (DS4) warte und zwei davon für O2 vorbereite (stärkere Feder und Kapselung).

Das nächste mal beginnen wir mit der Montage des Innenlebens.

Das U-Boot am Attersee

Logo U-Boot 200x200px blueDieses Wochenende habe ich mich dazu durchgerungen, das Video vom U-Boot am Attersee fertig zu schneiden! 🙂