DiveBase U-96

Tauchen rund um den Attersee … und einiges mehr

Kategorie-Archiv: Reisen

Scapa Flow 2009 – Anreise

Heute, am 26.03.2009 (Do) ist es endlich so weit. Wir treffen uns alle gegen 18:00 bei Kurt in Brombach.

Welche Personen wagen eigentlich die abenteuerliche Reise nach Scapa Flow, um die dort liegenden Wracks zu betauchen? Unsere Gruppe besteht aus folgenden Personen:

_H5B3363 _H5B2898 Kurt _H5B2898 PICT0004
Michael
Organisator und FahrerDSAT
Trimix Diver
Christoph
Fahrer

DSAT
Trimix Instructor

Kurt
Nahrungsmittel-
lieferant
DSAT
Trimix Diver
Werner


DSAT
Trimix Diver

Brigitte


DSAT
Trimix Diver

Nach einer herzlichen Begrüßung beginnt die große Verladeaktion in Christophs Bus und meinen PKW. Nach dem Verstauen unserer Ausrüstung (inkl. Reservetrockis) stellten wir mit Erstaunen fest, dass wir sogar noch Platz für noch mehr Ausrüstung gehabt hätten.

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Als Stärkung vor der Weiterfahrt gibt es von Annette Weißwürste und Brezen. Diese schmecken wie gewohnt hervorragend. Anschließend bekommen wir noch einen Kaffee.

Nachdem wir uns gestärkt haben, brechen wir gegen 20:00 Uhr in unser Abenteuer auf. Das ist etwa 2 Stunden früher als geplant, aber auf Grund des Schneefalls am Vortag planen wir lieber etwas mehr Reserve ein.

Da Kurt und ich nicht das erste mal in Scapa Flow sind, wissen wir, dass uns eine anstrengende Anreise bevorsteht. Aber auch die anderen Crewmitglieder rechnen damit.

PICT0005 PICT0004 Die Hinfahrt klappt eigentlich besser als geplant. Wir haben keinen einzigen Stau und kommen zügig voran. Wir erreichen am 27.03.2009 gegen 06:00 Uhr morgens den Eurotunnel in Calais.

Natürlich kann Brigitte den französischen Croissants nicht widerstehen. Gleich im nächstgelegenen Cafe wird zugeschlagen.

Nach kurzer Wartezeit und der Check in-Prozedur sind wir auch schon im Zug Richtung Folkstone in England.

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Hier kommt die Umstellung auf den Linksverkehr. Das ist für uns Zentraleuropäer doch eine gewaltige Hürde. Besonders der Kreisverkehr hat seine Tücken.

Die Uhren stellen wir im Tunnel um eine Stunde zurück, da wir in England eine andere Zeitzone betreten. Damit gewinnen wir wieder eine Stunde in der Reiseplanung.

Die Reise verläuft weiterhin ohne Verzögerungen. Wir umfahren London großzügig und treten den Weg in den hohen Norden an. Immer wieder machen wir kurze Pausen, um uns die Füße zu vertreten.

Hotell in InvernessHotel in InvernessMittlerweile ist es Freitag Abend und die 2. Nacht bricht herein. Die Müdigkeit macht sich schon bei allen bemerkbar. Unseren Zeitvorsprung gegenüber unserer Planung konnten wir noch weiter ausbauen. Da unsere anvisierte Fähre am Samstag um 12:00 abfährt und wir mittlerweile einen Zeitvorsprung von fast 8 Stunden haben, beschließen wir, in Inverness bei Loch Ness eine Pause einzulegen und uns in einem Motel etwas auszuschlafen. Von hier aus sind es nur mehr 3 Stunden Autofahrt bis nach Scrabster – dem Fährhafen.

_H5B2903 _H5B2906 Frisch ausgeschlafen machen wir uns am nächsten Tag (Sa) wieder auf die Reise. Die restlichen 3 Stunden Fahrt nach Scrabster begleiteten uns ein paar Wetterkapriolen. Es war jedenfalls ziemlich frisch.

Nach ziemlich genau 3 Stunden erreichen wir Scrabster, unseren Fährhafen. Es ist jetzt fast 11:00 Uhr. Nach dem Ticketkauf haben wir noch genug Zeit, um unser erstes Englisches Frühstück zu uns zu nehmen.

PICT0018 DSC_0016 Die Fähre läuft mit etwa einer halben Stunde Verspätung aus. Die 1,5 stündige Überfahrt verläuft ohne Zwischenfälle.

Jetzt genießen wir unser erstes Guinnes/Cider und freuen uns auf unser bereits nahes Ziel.

Kaum haben wir die Fähre verlassen, sehen wir schon Andy, unser Skipper, wie er uns grüßend zuwinkt. Er begleitet uns zu unserem Tauchboot, die “Jean Elaine” – unser zu Hause für die kommende Woche …

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Scapa Flow 2009 – Tauchbedingungen

Vor unserer Reise haben wir uns natürlich über die vor Ort herrschenden Tauchbedingungen erkundigt.

PICT0025PICT0024 Die Witterung ist eher kühl. Die Lufttemperatur beträgt im Mittel etwa 15° C. Dementsprechend sind auch die Wassertemperaturen eher bescheiden. Diese liegen im März/April bei etwa 6-7°C. Diese steigen im August/September auf 12-14°C an, bevor sie nach und nach bis Ende Dezember auf 4-6°C abfallen. Das heißt Tauchen mit einem Trockenanzug. Aber das sind wir ja vom Attersee sowieso gewohnt.

(Die Fotos wurden innerhalb von 30 Minuten gemacht)

Die Sichtweiten variieren sehr stark. Generell kann man sagen, dass sie zu Beginn der Saison (März/April) und zum Ende (Oktober-Dezember) besser sind (ca. 8-20m). Im Sommer gibt es die Algenblüte, welche die Sichtverhältnisse stark beeinträchtigt. Leider gibt es dafür keinen festen Zeitpunkt. Auch starker Wind kann dazu führen, dass sich die Sichtweiten reduzieren. Sie sollten aber in der Regel nicht unter 6m fallen.

PICT0142 Getaucht wir in der Regel vom Boot aus. Am Tauchplatz angelangt, springt man ins Wasser und taucht an der meist vorhandenen Abstiegsleine ab. Auf diese Weise findet man das Wrack (fast) immer. Aufgetaucht wird mit Reel und Boje. Man lässt sich einfach mit der Strömung treiben und das Boot fährt hinterher.

Als Ausrüstung empfiehlt sich ein Doppelgerät (D12) und eine Stage. Des weiteren sind ein Reel und eine Boje Pflicht. Ein bis zwei gute Tauchlampen sind ebenfalls sehr sinnvoll, wenn man von den Wracks auch etwas sehen möchte. Und wie schon erwähnt, auf Grund der kalten Wassertemperaturen natürlich ein Trockentauchanzug.

IMG_3229 Die Strömung ist in Scapa Flow eine stets vorhandene Begleiterscheinung. Der Gezeitenunterschied kann bis zu 3m betragen. Dementsprechend stark kann hier auch die Strömung sein. Insbesondere bei den Tauchgängen zwischen den Inseln (z.B. bei den Wracks Tabarka oder James Barrie).

Auch die Wellen sind auf Grund der oft vorhandenen Winde und der Nähe zum Atlantik oft spürbar. Aber meistens lässt es sich im Flow fast immer an einer geschützten Stelle tauchen.

Wir haben uns vor unserer Abreise gründlich vorbereitet, und sehen unserem Abenteuer mit Spannung entgegen.

Scapa Flow 2009 – Reisevorbereitungen

Bald ist es wieder soweit. Am 26.03.2009 beginnt unser Abenteuer mit der Anreise nach Scapa Flow. Eines der besten Wracktauchgebiete der Welt.
Die Vorbereitungen laufen schon seit Oktober 2008, um die Reise zu Organisieren und ein passendes Tauchboot zu finden.
Kartenbild

Wo liegt Scapa Flow?

Scapa Flow liegt im Norden von Schottland in den Orkney-Inseln, knapp unterhalb des 59. Breitengrades. Das ist fast der gleiche Breitengrad, bei dem Grönland beginnt. Scapa Flow ist die traditionelle Heimatbasis der britischen Marine.

Wie kommt man nach Scapa Flow?

Es besteht die Möglichkeit zu Fliegen oder mit dem Auto zu fahren. Auf Grund unseres schweren Tauchgepäcks bleibt uns nur die Anreise mit dem Auto übrig.

Als gemeinsamer Treffpunkt ist Kurt’s Heimatort Bad Birnbach geplant. Von dort aus geht quer durch ganz Deutschland. Dann noch rasch durch die Niederlande und Belgien, und schon sind wir in Calais in Frankreich.
Klingt kurz, sind aber ca. 1.000 km und etwa 10 Stunden Autofahrt ohne Unterbrechung.

Dort planen wir die Überfahrt durch den Ärmelkanal mit dem Eurotunnel, da dieser in regelmäßigen Abständen verkehrt.

Dann noch an London vorbei und durch England und Schottland durch bis ganz in den Norden nach Scrabster.
Diese Strecke sind wieder ca. 1.300 km und ungefähr 14 Stunden reine Autofahrt.

In Scrabster planen wir die Fähre nach Stromness ein. Diese geht am Wochenende nur 2 x täglich. Um 13:00 Uhr und um 19:00. Die Fahrzeit beträgt etwa 1,5 Stunden.

Nach dem verlassen der Fähre sind wir praktisch angekommen. Da im gleichen Hafen unser Tauchboot liegt. Dieses wird auf Scapa Flow auch unser Quartier sein.